Diagnose- Epilepsie beim Hund

Wenn von einer Sekunde auf die andere einfach alles anders ist und du dich so unendlich hilflos fühlst.

WENN PLÖTZLICH ALLES ANDERS IST…

Der Moment wenn dein Hund ohne jede Vorwarnung anfängt zu zittern, Schaum aus dem Mund kommt und dann auch noch unkontrolliert Urin fließt. Der Moment wo du absolut nicht weißt was gerade passiert und du absolut hilflos bist und dir einfach nur große Sorgen machst um deinen Liebling

Wenn von einer Sekunde auf die andere einfach alles anders ist und du dich so unendlich hilflos fühlst. Alle Möglichkeiten werden durchtelefoniert und dann endlich hast du den Notdienst am Telefon und erzählst was passiert ist bzw. schildest ihm, dass du glaubst dein Hund ist vielleicht vergiftet?! Er sagt allerdings schon am Telefon, dass es sich vielleicht auch um Epilepsie handeln könnte. Das kann ja aber auch nicht sein weil, mein Hund hat keine Epilepsie. Diese telefonische Vermutung nimmst du zwar auf aber kannst nicht viel damit anfangen weil so eine Krankheit nie festgestellt wurde und du einfach nur schnell Hilfe möchtest weil du Angst hast um deinen Liebling.

 DIAGNOSE- EPILEPSIE

Es ist 21:15 und der Tiernotarzt ist gerade von einem anderen Heimtierbesuch gekommen. Dein Hund bzw. die ganze Situation hat sich zwar schon beruhigt aber dein Hund wirkt total matt und abgeschlagen. Der Tierarzt hört ihn kurz ab, schaut in seine Augen und Ohren ob es sich um eine Vergiftung handelt und sagt dir dann aber, dass es sich um einen epileptischen Anfall handelt.

Du merkst dem Arzt aber irgendwie an, dass er etwas „schlecht gelaunt“ ist weil es sich ja nur um einen epileptischen Anfall handelt und er seine Vermutung am Telefon schon gesagt hatte. Ja klar, aber das klang doch so fremd und die Sorge war einfach viel größer. Der Arzt hat tagtäglich damit zu tun aber für dich ist es das erste Mal und da kannst du einfach nicht so klar denken weil du dir einfach tierisch, große Sorgen machst.

URSACHENFINDUNG- BLUTBILD

Das Ganze ist uns gestern passiert und wirft dich doch etwas aus der Bahn. Da wir natürlich jetzt auch wissen wollen, woher das kommt bzw. was die Ursache ist, werden jetzt weitere Untersuchungen gemacht. Ein Blutbild soll und wird hoffentlich Klarheit verschaffen. Ich kann euch allerdings noch nicht sagen ob ich das gut oder schlecht finden soll. Weil ich nicht weiß, was bei diesem Test jetzt rauskommt. Es könnte angeboren sein aber es könnte natürlich auch eine ganz andere Ursache haben. Oft hat es auch mit Störungen/Krankheiten der Leber, Niere des Gehirns oder aber auch einem Tumor zu tun. Es gibt doch viele mögliche Ursachen und die sind irgendwie ganz schön beängstigend.

Ihr findet ich übertreibe? Gut, dann ist das eure Meinung aber jeder der sein Tier, seinen treuen Begleiter über alles liebt reagiert in so einer Situation denke ich gleich. Das Gefühl seinen geliebten Vierbeiner zu verlieren ist einfach das schrecklichste der Welt und du bist einfach nur dankbar, dass er noch da ist wenn er dir nach diesem Vorfall in die Augen sieht. Dein Hund sieht dich an und dir kullern die Tränen die Wangen hinunter weil du einfach unendlich froh bist, dass er bei dir ist und alles „gut“ ist. Eigentlich ist ja nicht alles gut aber für diesen Moment bist du einfach nur froh, dass er da ist und es vorbei ist. Wenn man natürlich weiß, dass der Hund Epileptiker ist dann reagiert man auch anders darauf aber wenn so ein Anfall in diesem Ausmaß aus dem Nichts kommt ist die Verzweiflung und Sorge groß.

EBENFALLS BETROFFEN?

Wer von euch hat auch schon Erfahrungen mit Epilepsie gemacht? Leidet euer Hund/Katze auch daran? Wie hat es bei euch angefangen?Was ist die Ursache?

Vielleicht gibt es ja jemanden unter euch mit dem ich mich ein bisschen austauschen kann.

Drückt uns, aber vor allem Rocco die Daumen damit alles ein „gutes“ Ende nimmt und die Ursache dieser Anfälle nicht ganz so schlimm ist und wir das alles gut in den Griff bekommen. Wie gesagt die Ursache kann ja auch „harmlos“ sein.

Ich würde jetzt jedem raten sich nicht vorher schon verrückt zu machen, sondern einfach abzuwarten, was bei diesem Blutbild rauskommt. Es ist allerdings leichter Tipps zu geben,  als diese selbst einzuhalten. Die Gedanken kreisen einfach trotzdem um dieses Thema und du hoffst einfach nur, dass alles nicht so schlimm ist.

Hoffentlich wird es so sein….

 

 

14 Comments

  • MestraYllana sagt:

    Also, ich finde keinesfalls, dass du übertriebst! Ich mag mir das gar nicht vorstellen, ich würde völlig durchdrehen! Wer sein Tier wirklich liebt, den wird so ein Anfall definitiv nicht kalt lassen. Mir tat schon deine Schilderung weh!
    Bingo, der Ex-Schwiegerhund (was für ein Wort) hat auch Epilepsie, der bekommt täglich morgens und abends eine Tablette und seitdem ist wieder alles „klärchen“, aber natürlich achtet man dann besonders darauf, Stress-Situationen zu vermeiden, dass der Hund auch immer genug schläft, etc. pp. …

    • Heike Muster sagt:

      Und was ist die Ursache bei ihm? Warum hat er Epilepsie? Ja wenn man weiß, dass sein Hund krank ist kann man auch ganz anders damit umgehen bzw. man lernt mit der Krankheit umzugehen. Dennoch wird es bei ihnen beim 1. Anfall auch sehr schlimm gewesen sein oder? Man steht irgendwie ein bisschen neben sich weil, man irgendwie nicht begreift was jetzt plötzlich passiert. Sehe ich auch so, das tut man wenn man sein Tierchen liebt. Rocco wird jetzt im März 6 Jahre alt und allein der Gedanke, dass ich ihn irgendwann nicht mehr habe rührt mich zu Tränen. Wir hatten erst kürzlich einmal über das Thema gesprochen und dann kam gestern dieser Anfall.. Da spielen sich einfach wilde Bilder im Kopf ab und man hat panische Angst seinen Vierbeiner zu verlieren. Danke für deine Infos und deine lieben Worte. <3

      • MestraYllana sagt:

        Das „Warum“ konnte damals, soweit ich weiß, auch nicht endgültig geklärt werden. Da Bingo aber schon relativ alt ist (damals immerhin auch schon über 10 Jahre), lag es vielleicht daran. Bis zu einem gewissen Teil war es damals sogar makaber lustig, weil sein Frauerl etwa zur selben Zeit auch einen epileptischen Anfall hatte. Wobei „lustig“ definitiv natürlich das falsche Wort ist… aber du weißt schon, was ich meine!

  • Oh Mausal,
    mir kommen gerade die Tränen. Der arme Schatz und ich kann das gut nachfühlen. Da ist doch nu übertrieben. Ein geliebtes Tier ist ein Familienmitglied und liebt man genauso und macht sich hat natürlich Sorgen. Ich hoffe wirklich, dass es nichts Ernstes ist und halte uns am Laufenden. Drücke euch beide und alles wird wieder gut. Gib dem tapferen Kerlchen ein Bussi von mir

  • Bärbel sagt:

    Hallo Heike,

    leider kann ich nichts zum Thema Epilepsie beitragen, wünsche dem armen Rocco aber von Herzen gute Besserung! Wie du dich fühlst kann ich gut verstehen. Ich war auch am Durchdrehen, als Elvis vor 2 Jahren eine schwere OP hatte. Es ist vollkommen verständlich, dass du dir Sorgen machst, da musst du dir überhaupt nichts denken.

    Alles Gute und liebe Grüße

    Bärbel

  • Dein Bericht hat mich sehr berührt und mitgeniommen. Ich drücke euch die Daumen und wünsche euch alles Gute. Lg Sandra

  • Anne Winkelmann sagt:

    Oh das tut mir so leid! Ich finde deine Sorgen nicht übertrieben! Wenn mit meiner Katze Maja was wäre, würde ich mir auch große Sorgen machen, bis alles geklärt ist. Zumal ihr Bruder vor einigen Jahren schon gestorben ist. Haustiere sind wie Kinder, das verstehen aber wahrscheinlich nur Menschen, die selbst Haustiere haben. Ich drück ganz doll die Daumen, dass schnell rausgefunden wird, was los ist und dass es Rocco schleunigst besser geht!
    Ganz liebe Grüße,
    Anne

  • Sabine Topf sagt:

    Meine liebste Heike,

    Nein du übertreibst überhaupt nicht. Ich kann das sehr gut nachfühlen,da ich jemanden kenne, der auch Epilepsie hat. Aber ich denke, Mensch oder Hund gleichen sich da schon.

    Bei ihr wurde erst der Tumor in der Röhre ausgeschlossen. Ist der nicht da,großes Aufatmen. Dann wurden die Gefäße zum Kopf nachgeschaut und das EEG zeigte eindeutig die Diagnose.

    Nun etwas zur Beruhigung. Ich weiß, dass sie Tabletten bekam und die relativ schnell angeschlagen haben. Die Anfälle wurden immer weniger und jetzt wüsste ich nicht, dass sie überhaupt noch welche hat.

    Und da du, meine kleine Heike, so fürsorglich bist, wirst du alles tun,damit es Rocco bald wieder besser geht. Sicher bekommt er auch Tabletten. Und dann weiß ich genau, dass du sie ihm pünktlich geben wirst.

    Meine Freundin lebt sehr gut jetzt mit dieser Diagnose. …Tabletten nehmen. ….keine Anfälle.

    Ich würde dich jetzt gern in den Arm nehmen und drücken.

    Ja, es ist total erschreckend im Moment, wird aber wieder gut.

    Liebste Grüße Sabine ?

  • Nancy sagt:

    Ein Tier ist auch ein Lebewesen und es geht den Menschen genauso nahe. Schließlich bringt euer Rocco euch Freude und vor allem auch in gewisser Weise Energie, er ist für euch ein Beschützer und ihr wollt genauso der Beschützer für Rocco sein. Das ist nur menschlich, wenn ihr euch Sorgen macht. Ich würde auch traurig sein, wenn ich einen Hund hätte. Schließlich schließt man Tiere auch ins Herz wenn man mit ihnen zusammen wohnt, spielt und immer für das Tier da ist. Und euer Rocco sieht einfach so süß aus, ich hoffe, dass alles wieder in Ordnung kommt.

    lg nancy

  • Nila sagt:

    Niemals übertreibst du!! Ich würde auch sofort den Tierarzt anrufen. Egal um welche Tages- oder Nachtzeit. Unser Hund (Labrador) hatte auch vor Kurzen so einen unkontrollierten Zitteranfall. Dabei hechelte er ganz stark und winselte leise. Als der Tierarzt kam, da stellte er einen „Kreislaufkollaps“ fest. Er meinte, das dies schon mal ohne weiteres vorkommen kann, da unser Hund doch schon 11 Jahre sei. Kaltes Tuch in den Nacken und ein paar Schlucke Cola brachten ihn auch wieder ziemlich schnell in die Höhe.
    Ich wünsche dir mit deinem süßen Rocco alles Gute und dass es ihm ganz schnell wieder gut geht <3
    Liebe Grüße
    Nila

  • Lena ahlers sagt:

    Hallo,da wir das selbe Problem bei unserer süßen haben,kann ich nur zu gut nachempfinden wie es bei dir beim ersten Anfall in dir aussah.ich erinnere mich noch immer als sei es wie gestern gewesen.nila,so heisst unsere Hündin, war damals Nichtmal 2 Jahre als sie den ersten Anfall bekam.( heut ist sie Anfang März 3 geworden.) sie war draussen und kam herein gerannt als wenn sie panische angst vor irgend etwas hatte,rannte Orientierungshilfe durchs Wohnzimmer,lief vor die Tür und sprang mit einem Satz auf die Couch und fiel dort um.wurde steif und zitterte am ganzen Körper. Speichelte sehr stark und hinterließ Urin und Kot.ich hatte entsetzliche angst,mein erster Gedanke damals,sie hat nach einer Biene geschnappt und erstickt daran vor deinen Augen.auch ich fühlte mich einfach nur dem geschehen hilflos ausgesetzt.irgendwann war der Spuk vorbei.als sie wieder bei sich war,knurrte sie mich anfangs an und erkannte mich wohl nicht.nach einigen Minuten ließ sie mich dann wieder an sich ran.die ta Untersuchung ergab nichts genaues und sollten erstmal abwarten ob weitete Anfälle kamen.im Abstand von je 4-5 Wochen hatte sie weitere. 3 anfälle,der 4. war dann um einiges stärker.er dauerte mehr als 2 Minuten und sie ruderte wie wild mit allen 4 Pfoten dabei.das war der Zeitpunkt wo wir anfingen sie medikamentös einzustellen.sie bekam 1 tablette luminal vet 100 mg.seitdem ist sie anfallfrei,das ist nun bereits 1 1/4 jahr her und ihr geht es soweit zum Glück gut.ich hoffe fas es dabei bleibt.wünsche euch noch ganz viel gemeinsame Zeit und das ihr es in Griff bekommt.
    LG
    Lena

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